Im Zentrum von München realisiert die HOCHTIEF Projektentwicklung GmbH, München, die Immobilie »Zentraler Omnibusbahnhof« (ZOB), München. Der neue zentrale Münchner Busbahnhof ist integriert in ein innerstädtisches Dienstleistuns- und Handelszentrum. Auf einer Bruttogrundfläche von zirka 25000 Quadratmetern beinhaltet der »Zentrale Omnibusbahnhof« neben dem Busbahnhof zusätzlich folgende Nutzungselemente:

• eine Einkaufspassage mit Handel, Gastronomie (ZOB-Passage)
• ein Reisezentrum
• den Bürobereich sowie
• ein Entertainmentbereich.

Vorbild für das in Deutschland einzigartige Konzept sind die Non-Aviation Bereiche der Flughäfen, deren Umsatz in den letzten Jahren stetig wächst. Der ZOB München greift diesen Trend auf und bietet neben dem Transportbereich eine Vielzahl an Dienstleistungen. Durch das ineinander greifende und sich ergänzende Dienstleistungskonzept entstehen vielseitige Nutzungsmöglichkeiten.

Die aktuelle Planung des Architekturbüros Auer + Weber + Assoziierte baut auf dem Wettbewerbsentwurf auf, der beim Ausschreibungswettbewerb der Landeshauptstadt München im Jahr 2002 den ersten Preis gewonnen hat. Der Baukörper des ZOB fasst die Nutzungen Bus-Terminal / Handel / Gastronomie / Büro / Entertainment in sich zusammen und bildet in einer objekthaften Form stadträumlich den Kopf der neuen Stadtkante Hauptbahnhof - Laim - Pasing nördlich des Gleisfeldes zum Hauptbahnhof.
Durch das sich bewusst von der statisch wirkenden »städtischen« Bebauung lösende Volumen entsteht am Ziel- und Ausgangspunkt des überregionalen Bus- und Bahnverkehrs ein die Dynamik dieser Verbindungen reflektierendes einprägsames Zeichen, das auch als attraktiver Identifikationsfaktor für die unterschiedlichen Nutzungen dient. Alle Funktionsbereiche werden von einer formgebenden Hülle umschlossen. Die Erschließung erfolgt barrierefrei von der Arnulfstraße bzw. von der Hackerbrücke über eine Passage, die über Aufzüge und (Fahr-) Treppen an die anschließenden Verkehrsflächen der Busterminals angebunden ist.

Die ZOB-Nutzungsebenen Ebenerdig befindet sich der Omnibusbahnhof für den gesamten Linienbusverkehr sowie einen Großteil des Touristenbusverkehrs für München. Diese Ebene ist, ähnlich wie ein Flughafen, in 29 Terminals untergliedert.

Kunden und Fahrgäste gelangen nach ihrer Ankunft über Rolltreppen oder Aufzüge in die zentrale Ebene auf dem Niveau der Hackerbrücke. Hier befindet sich die ZOB Passage mit Einzelhandels- und Gastronomieflächen, direkt darüber das Reisezentrum. Bezüglich Aufbau und Angebot der Dienstleistungen sind die Ebenen sowohl auf die Bedürfnisse der Busreisenden als auch auf die Nachfrage der Anwohner und der Laufkunden abgestimmt. Die Bürobereiche in den Obergeschossen sind über einen separaten Zugang erreichbar.

Insgesamt überzeugt das Projekt mit einer Mischung aus unterschiedlichen Dienstleistungen, die optimal auf die verschiedenen Zielgruppen abgestimmt sind. Der zentrumsnahe Standort an der S-Bahn ist für sämtliche Nutzungsbereiche optimal.